Erfahrungsbericht: Der Sportchef beim Laktatstufentest in der Rennbahnklinik

 

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Als Spochtscheff des VCP hat man immer viel zu tun. Da ich leider noch nicht professioneller Sportfunktionär bin, muss ich meine Zeit ausserdem noch mit Unannehmlichkeiten wie Arbeiten oder Schlafen verschwenden. Da bleibt selbstverständlich nicht mehr viel Zeit fürs Training.

Ich habe mich darum dazu entschlossen, mein Wintertraining etwas effizienter als in den vorherigen Jahren zu gestalten und habe letzte Woche einen Laktatstufentest in der Rennbahnklinik in Muttenz absolviert. Mit dem Test wollte ich herausfinden, wo ich im Moment so stehe und in welchen Bereichen ich vermehrt trainieren muss.

Der Ablauf war grundsätzlich gleich wie bei Emanuel in der Crossklinik, allerdings kann man in der Rennbahnklinik das eigene Velo mitbringen und  somit den Test mit einer optimalen Sitzposition absolvieren. Nachdem das Velo also eingespannt war und ich mich etwas aufwärmen konnte, wurde das Testprogramm mit einer Belastung von 100 Watt gestartet. Alle drei Minuten wurde der Widerstand dann um 30 Watt erhöht wobei ich die Trittfrequenz gleichmässig bei ca. 93 Umdrehungen pro Minute halten musste. Nach jeder Belastungsstufe hat mir die nette junge Dame, die den Test mit mir durchgeführt hat, eine Blutprobe abgenommen und ich musste auf der sogenannten Borg-Skala mein subjektives Belastungsempfinden auf einer Skala von 1 bis 20 beziffern (wobei 1 keine Anstrengung darstellt und 20 einer Nahtoderfahrung gleichkommt).

Während den ersten Belastungsstufen konnte ich noch gut etwas Smalltalk machen und den VC Peloton anpreisen – ich musste dann aber relativ bald feststellen, dass ich mich auf eine fiese Sache eingelassen habe. Um die Stimmung nicht zu vermiesen, habe ich noch schnell ein paar Sätze gejapst und mich dann aufs Atmen sowie die wichtigsten Lebenserhaltungsmassnahmen konzentriert. Nach der 340-Watt-Stufe wurde ich dann wieder gefragt, wie es mir denn so gehe. Ich konnte noch knapp “20!” keuchen. Die 370-Watt-Stufe habe ich für etwa drei Sekunden durchgehalten, dann musste ich endgültig kapitulieren.

Nach dem Test ging es erst mal ab unter die Dusche und ich konnte mich ein wenig sammeln. Die Auswertung habe ich gleich im Anschluss bekommen: Die gesammelten Daten wurden mir erklärt und mir wurde klar aufgezeigt, wo ich gut unterwegs bin und in welchen Bereich ich noch an mir arbeiten muss. Bei der sehr professionellen Beratung wurden mir auch noch einige Trainingstipps auf den Weg gegeben.

Fazit: Der Test war super! Die Durchführung war professionell und kompetent und meine Erwartungen wurden voll erfüllt. Ich kann nun gezielter und effizienter trainieren und habe einige neue Ideen für mein Training bekommen. Die Kosten für einen Laktatstufentest belaufen sich übrigens auf 235 Franken. Positiv zu erwähnen sind auch die neuen Räumlichkeiten der Rennbahnklinik im Polyfeld in Muttenz.

Die neue Rennbahnklinik

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