Ivo Chiavi rockt das Einzelzeitfahren Liestal > Büren > Liestal

Voilà sein Bericht:

Mit em Deyyfel gritte (66 und 6)… Bericht zum BHFM-Zeitfahren Liestal-Büren-Liestal
Gestern Bergzeitfahren auf den Susten (66. Rang), heute Flachzeitfahren Liestal-Büren-Liestal (6. Rang), das Eröffnungsrennen der BHFM (Basler Hobby-Fahr-Meisterschaft). Eine tolle Veranstaltung, die ich euch ans Herz legen will: Sieben Rennen, abwechselnd flach oder den Hügel hoch, als Meisterschaft angelegt. Keine Lizenz nötig, einfach die nötige Kraft, immer mal wieder am Sonntag in der Früh aufzustehen und sich auf den Stuhl zu schwingen (Sonntagmorgen wegen Polizei-Erlaubnis = wenig Verkehr). Resultate werden auf Homepage der BHFM gespeichert, frau/mann kann sich also immer mit sich selbst und anderen vergleichen. Organisiert werden die einzelnen Rennen jeweils von einem der Veloclubs in der Region. Zu dieser Meisterschaft zählt auch das weit bekannte Gempen-Bergzeitfahren des VC Dornach, das wieder am Samstag, den 4. Juni, auf dem Programm steht (dieses Rennen ist am Samstagnachmittag und die Gempenstrasse ist in diesem Zeitraum gesperrt).
Heute also war Radwechsel angesagt, allerdings wollte das Zeitfahrrad erst nicht so recht rollen, denn die Felge am neuen Vorderrad ist offenbar deutlich breiter als die bisherige. Dies hatte zur Folge, dass ich heute Morgen um 6 Uhr in der Früh die integrierte Vorderbremse des Zeitfahrrades gefühlte viermal auseinander- und wieder zusammenschrauben musste, bis das Rädli sauber rotierte. Weitere kleinere Montage-Arbeiten fielen auch noch an, da ich diese Saison noch nie draussen auf diesem Rad unterwegs war (nur auf der Rolle bisher). Lustigerweise habe ich den engen Zeitfahranzug in den Vereinsfarben (Foto oder Film folgt) innerhalb von zwei Minuten angezogen bekommen, offenbar bin ich doch etwas dünner geworden in den letzten Wochen. Der grösste Stress war es also, überhaupt mit funktionstüchtigem Material an den Start zu gelangen, weshalb ich dann vor Ort recht gelassen auf das Rennen warten konnte.
Vor Ort wurde ich dann von unserem Spoocht-Chef Ruedy Bollack samt einem früh aufgestandenen VcP’ler mit einem kräftigen Klapps auf meinen durch das gestrige Rennen arg strapazierte Hinterteil begrüsst worden. Allerdings hat die folgende motivierende Unterstützung bei Start und Ziel und das Belohnungs-Gummibärli wohl getan.
Ich bin guten Mutes und geduldig los, hab nicht übertrieben, mich schön gezügelt: Erst nach Dreiviertel der Wegstrecke hoch nach Büren ist der Puls über die Schwelle gegangen. Die Folge war, dass ich bereits kurz nach der Wende den eine Minute nach mir gestarteten Daniel Wälchli nahen sah; er hatte da schon mehr als 30 Sekunden auf mich gut gemacht. Das hat mich angespornt und ich bin bergab so richtig in die Pedale gestiegen. Das war die mit Abstand geilste Ritt auf meinem Zeitfahrstuhl bisher: 52.7 Km/h Schnitt, 64.8 Km/h Höchstgeschwindigkeit, ein Teufelsritt eben. Das Ganze hat sich ausbezahlt, ich habe dem Verfolger in der Abfahrt (da gewinnt man im Normalfall nur wenige Sekunden) über 20 Sekunden wieder abgenommen und habe mich im 6. Rang over all klassieren können. Persönliche Bestzeit um 27 Sekunden verbessert und so gut platziert wie noch nie. Ich habe mich teuflisch gefreut!

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