Das Bergrennen Rüttenen – Balmberg geht an den VC Peloton!!!

Unser Top Fahrer Emanuel Müller konnte ein weiteres Bergrennen für sich entscheiden. Er hat beim Bergrennen Rüttenen – Balmberg den Sieg in seiner Kategorie für sich entscheiden können!! Hier sein Bericht:

Bergrennen Rüttenen-Balmberg: Von 3 Zielen nur eines erreicht.
Nach dem Allerheiligenbergrennen ist das Balmbergrennen das 2. Bergrennen, das vom VMC Aarwangen durchgeführt wird. Dieses Bergrennen bin ich noch nie gefahren und ich war daher motiviert an der diesjährigen Austragung teilzunehmen. Eine zusätzliche Motivation ist natürlich die schöne Bergstrecke auf den Balmberg, für mich einer der schönsten Anstiege im Schweizer Jura. Die Teilnahme stand aber auf der Kippe. Als ich am Vormittag mit dem Rennrad zum Bahnhof Muttenz fuhr, hat es plötzlich geknallt und ein Platten am Hinterrad war die Folge. Reparieren machte wenig Sinn, denn das Problem scheint die niedrige Felge zu sein (der Reifen war über die Felge gesprungen). Dieses Hinterrad erneut zu fahren war mir ein zu grosses Risiko; ein Ersatz-Rad musste her, was aber mit einem grösseren Zeitaufwand verbunden ist. Das Rennen sausen zu lassen kam für mich aber nicht in Frage, so beschloss ich spontan einen Urlaubstag zu nehmen und in Ruhe das Laufrad-Problem zu lösen. Bei veloemotion erhielt ich mein erwünschtes Ersatz-Hinterrad, zwar 200g schwerer wie mein defektes Lightwolf-Hinterrad und ca. 300g schwerer als dasjenige des leichten Berglaufradsatzes (=niedrige, problematische Felge), aber 200-300g in Relation zu einem Systemgewicht von 72 kg ist doch wenig (<0.5%) und kein Grund zur Besorgnis. Gestartet wurde in Rüttenen, einer Nachbarsgemeinde von Solothurn. Zum grossen Teil waren die gleichen FahrerInnen am Start wie beim Allerheiligenbergrennen, darunter Elitefahrer Michael Kyburz, Duathletin Jaqueline Übelhard und Gabriel Schmied vom VC Dornach. Wie alle VMCA Bergrennen wurde auch hier mit einem Handicap gestartet. Die Hobbyfahrer erhielten 2 Minuten Vorsprung gegenüber der Kategorie E/A/M und stellten auch bei diesem Rennen die mit Abstand grösste Gruppe dar. Im Vorfeld hatte ich drei Ziele: 1. die Kategorie E/A/M (meine Startgruppe) zu gewinnen 2. das Rennen zu gewinnen (=als 1. im Ziel ankommen) 3. den Streckenrekord von 23:16 zu knacken 2 Minuten nach der Hobbyfahr-Gruppe begab ich mich mit 6 weiteren Fahrern auf die 8.5 km lange, 520 Hm umfassende Strecke. Die ersten 4.5 km weisen im Schnitt nur 2.5% auf, die restlichen 4 km steigen dann aber mit beinahe 10% an. Das Ziel liegt auf ca. 1050 m.ü.M kurz unterhalb der Balmberg-Passhöhe. Bald wurde mir klar, dass die Mission "neuer Streckenrekord erstellen" ein schwieriges Unterfangen wird, hatten wir auf dem ersten, flacheren Streckenabschnitt doch Gegenwind und absolvierten diesen mit weniger als 29 km/h, ca. 1 Minute langsamer als die von mir errechnete Sollzeit. Kurz nachdem wir die 4 km lange Schlusssteigung in Angriff genommen haben, wurde uns ein Rückstand auf die Spitze von 1:40 Minuten vermeldet. War das noch aufzuholen? Das Tempo unserer Gruppe war mir ein Tick zu langsam und ich ging schon nach wenigen 100m in die Offensive. Bald hatte ich nur noch Kyburz an meinem Hinterrad. 1km vor dem Ziel erhöhte ich etwas das Tempo und konnte mich dann von ihm lösen. Es reichte aber nicht um die schnellsten Hobbyfahrer einzuholen. Den Streckenrekord hatte ich längstens abgeschrieben, doch weil das Ziel früher kam als erwartet, realisierte ich erst im Ziel, dass mir nur rund 15-20 Sekunden fehlten, um eine neue Bestzeit zu erstellen. Die Analyse mit dem Berechnungstool zeigt, dass ich den Anstieg schnell gefahren bin (VAM = 1670) und die Leistung (ca. 370 Watt) nur wenig unterhalb derjenigen am Allerheiligenberg liegt. Ich kann mir also keinen Vorwurf machen. Wir haben zuviel Zeit auf den ersten 4.5 km liegen gelassen. Mir waren dort aber die Hände gebunden. Für die nächsten Tage lasse ich es gerne etwas ruhiger angehen, sonst riskiere ich noch ein Anstrengungs-Burnout :-) Ziel ist dann am 9. Juli mit viel Lust das Sattelegg-Bergrennen zu bestreiten und dort gross aufzutrumpfen.

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